LebensblumeTrans5

GLÜCKSMACHEREI

Murnau / München

Fragen und Antworten

Was ist eine Tantramassage?

Eine Tantramassage ist eine rituelle, sinnlich-spirituelle Ganzkörpermassage mit bewusster Einbeziehung der Intim- und Analbereiche, bei der sexuelle Energie als heilige Lebensenergie verehrt und bewusst im Körper verteilt wird. Besonders: klare Rollenverteilung, Absichtslosigkeit gepaart mit bewusster Führung, Verehrung statt Leistung, Integration von Sexualität und Spiritualität. Mögliche Wirkungen: tiefe Entspannung, Lebensfreude, Selbstliebe, Herzöffnung, Ekstase, Heilung sexueller Prägungen.

Was ist der Unterschied zwischen der Tantramassage und der Taomassage?

 Die taoistische Heilmassage besteht aus 53 einzelnen Teilen mit vorgegebenem sinnvoll aufgebauten Ablauf, der für die Wirkung der Massage essentiell ist. Im Unterschied zur Tantramassage wird die körperliche Verbindung zum Gast immer wieder gelöst und gibt so dem Gast die Gelegenheit, für sich den Berührungen nachzuspüren. Der Massierende ist dabei ohne Berührung mit dem Herzen und der Seele vollkommen präsent für den Gast. Durch den festgelegten Ablauf der Taomassage kann der Gast sich schnell darauf einstellen, welche Berührungen ihn erwarten, so können sich auch Menschen, die vorsichtig fremden Berührungen gegenüber sind, sehr schnell vertrauen gewinnen und sich entspannt auf die Berührungen einstellen.

Die Tantramassage ist viel freier, ein Lösen vom Gast ist nicht gewünscht. Sie ist insgesamt gesehen schneller und die Wahrscheinlichkeit, daß der Gast in einen tranceähnllichen Zustand, teilweise dissoziativ anmutend, kommt, ist deutlich geringer.

Bin ich bei der Massage nackt?

Bei uns in der Praxis in Murnau richtet sich die Bekleidung nach der jeweiligen Massage-Art – immer mit Respekt vor deinen persönlichen Grenzen und einem achtsamen, wertschätzenden Rahmen.

  • LomiLomi-Massage Du trägst während der gesamten Massage einen Lunghi (ein traditionelles indisches Tuch), der dich teilweise bedeckt. Traditionell bleiben bei der LomiLomi der Intimbereich (Yoni und Lingam) unberührt und werden nicht massiert. Je weniger der Körper bedeckt ist, desto fließender und intensiver kann die Massage wirken – wir passen das Tuch daher so an, wie es für dich stimmig und angenehm ist.
  • Tantramassage & Tao-Massage Hier bist du vollständig nackt und wir massieren deinen ganzen Körper – einschließlich achtsamer, respektvoller Berührungen im Intimbereich (siehe auch unseren detaillierten Ablauf der Tantramassage).
  • Tantrische Sinnesreise Du entscheidest selbst, wie weit du dich entkleidest – von bekleidet bis nackt, genau so, wie es sich für dich gut und sicher anfühlt. Wir begleiten dich genau in dem Rahmen, den du vorgibst, und orientieren uns an deinen Signalen.

Wichtiger Hinweis zu Grenzen Wir laden dich ein, deine eigenen Grenzen ernst zu nehmen und sie klar zu kommunizieren – das gilt in beide Richtungen. Wir bieten dir einen geschützten Raum, in dem du Neues ausprobieren kannst, wenn du möchtest. Gleichzeitig wahren auch wir unsere klaren Grenzen: Gegenseitige Berührungen, Liebesspiele, oraler Sex oder Geschlechtsverkehr gehören nicht zu unserem Angebot und widersprechen unserem tantrischen Verständnis von Massage.

Warum sind wir bei Tantra- und Tao-Massage ebenfalls nackt? Das dient der Gleichwertigkeit und verhindert, dass du dich bloßgestellt oder vulnerabel fühlst – so wie es z. B. beim Arzt sein kann, wenn eine bekleidete Person einem nackten Menschen gegenübersteht. Nacktheit auf beiden Seiten schafft ein Gefühl von Begegnung auf Augenhöhe, ohne Hierarchie oder Scham.

Unterschiede zu den erotischen Massagen

Tantramassagen werden manchmal mit erotischen Massagen verwechselt bzw. aufgrund der Intimität im Massagesetting in einen Topf geworfen. Trotz einiger vordergründiger Gemeinsamkeiten (die empfangende und die gebende Person sind i.d.R. beide unbekleidet; der Intimbereich wird i.d.R. miteinbezogen) gibt es jedoch einige grundlegende und sehr bedeutende Unterschiede zwischen der zertifizierten Tantramassage TMV® und einer typischen erotischen Massage:

  1. Absichtslosigkeit der Berührung: Die Berührungen im Rahmen einer Tantramassage TMV® dienen nicht hauptsächlich dem Lustgewinn, sondern dem ganzheitlichen Erleben des eigenen Körpers, des eigenen Seins. Dies ist für viele Menschen eine völlig neue Erfahrung, die sie u.a. auch in Kontakt mit den eigenen Emotionen bringen kann. Die massierende Person begleitet durch diese dann aufmerksam und unterstützend hindurch.
  2. Gleichmäßige Einbeziehung des gesamten Körpers: Jede Stelle des Körpers der empfangenden Person erhält im Grundsatz die gleiche Aufmerksamkeit. Der Fokus liegt nicht alleine auf der Berührung des Intimbereichs.
  3. Einseitigkeit der Berührung: Die massierende Person berührt die empfangende Person, wird aber selbst nicht berührt.
  4. Qualität der Berührung: Die Berührungen finden grundsätzlich bei geschlossenen Augen statt. Anders als bei erotischen Massagen oder in der Prostitution geht es nicht um optische Reize u.ä., sondern allein um die Qualität der Berührung und das intensive Wahrnehmen und Hinspüren der empfangenden Person.
  5. Definierter Ablauf: Eine zertifizierte Tantramassage TMV® dauert durchschnittlich etwa zwei Stunden und folgt einem durch die massierende Person erlernten Ablauf (Ritual), der aber auch individuelle Anpassungen ermöglicht. Hierbei bestimmt der oder die Massierende den Ablauf der Massage. Die empfangende Person kann einzelne Elemente vorab im Vorgespräch oder jederzeit spontan während der Massage ausschließen. Die Erfüllung sexueller Wünsche ist nicht verhandelbar.
  6. Berufliche Qualifikation: Zertifizierte Tantramasseure bzw. Tantramasseurinnen TMV® haben eine mindestens anderthalbjährige Ausbildung nach der Ausbildungsordnung des TMV durchlaufen. Diese beinhaltet u.a. mehrere mehrtägige Praxismodule, Supervisionen und eine theoretische und praktische Abschlussprüfung.
  7. Authentische Begegnung: Die massierende Person tritt vor, während und nach der Massage (in den üblichen Grenzen jeder professionellen Dienstleistung) authentisch auf. Sie spielt z.B. keine eigene Lust vor und schlüpft in keine erotische Rolle.

    Quelle: https://www.tantramassage-verband.de/
sind bei der Massage gegenseitigen Berührungen üblich?

Nein.

Bei uns sind die Rollen klar verteilt: Wir schenken dir als Gebende unsere volle Aufmerksamkeit und Berührung – du als Empfangender darfst dich ganz deinen Empfindungen und deinem Körper hingeben.

Das „Nur-Empfangen“ fällt vielen anfangs schwer, weil wir gewohnt sind, sofort etwas zurückzugeben. Gerade deshalb ist die Tantramassage eine wertvolle Gelegenheit, dich neu und ohne Leistungsdruck zu spüren – oft hilft es, die Augen zu schließen und die Aufmerksamkeit ganz nach innen zu lenken.

Solltest du dennoch aus Gewohnheit versuchen, uns zu berühren, müssen wir klare Grenzen setzen. Das unterbricht den Fluss und hindert uns, dir die volle Präsenz zu schenken – letztlich schadet es vor allem deinem eigenen Erlebnis.

Eine herzliche Begrüßungs- und Abschiedsumarmung ist natürlich jederzeit möglich und willkommen. 😊